Webseiten um 500,- Euro!

Peter Baumgartner 16.11.2022

Vor 15 Jahren war Webdesign einfacher, weniger zeitintensiv und für fast jeden, der sich etwas mit HTML und CSS beschäftigt hat, zu bewerkstelligen. Bilder und Texte wurden in vielen Webseiten in den 2000er-Jahren so recht und schlecht angeordnet und in wenigen Tagen war eine Webseite online.

Keine mobilen Webseiten

Es gab noch keine mobilen Webseiten, den Smartphone & Co kamen erst 2008, keine DSGVO Anwälte, die das Internet nach rechtlichen Verstößen durchforsteten, keine designverliebten Besucher, die es gewohnt sind, so einfach wie möglich durch die Webseiten zum gesuchten Ziel zu gelangen und keine Suchmaschinenoptimierung wie im heutigen Sinne.

CMS Systeme - !Joomla, Wordpress & Co

Die Technik für Webseiten und die Verwaltung der CMS- Systeme (Content Management System) wurden in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt. Das zur Folge hatte, das Webseiten mit jeder Menge an Komponenten und Plugins (zusätzliche Software) zur Verfügung stehen, die weitere Aufgaben übernehmen, um Besucher weitere Optionen im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit, User Experience, Kennzahlen und Rückfragen von sozialen Medien wie Facebook und Co anbieten.

"All in" für wenig Geld

All das sollte in einer kommerziellen Webseite, die nicht nur zur Info dient und schön anzusehen ist, nicht fehlen. Nicht zu vergessen Analysesoftware, um auch zu wissen, woher kommen die Besucher, was will er und was können wir verbessern, um die Ware, Info oder die digitalen Produkte an den Kunden zu bringen.

Diese Programme sollten DSGVO-Konform sein, um Probleme im rechtlichen Sinne aus dem Weg zu gehen. Den, wie eingangs erwähnt, gibt es viele digitale Rechtsvertreter, die sich in diesen Geschäftsfeldern niedergelassen haben.

Der Faktor Zeit und die Planung, die einer solchen „einfachen Webseite“ vorausgehen, sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Aber die Kosten und der Endpreis, der in manchen Köpfen der nicht wissenden verankert ist, um solche Webauftritte zu kreieren, ist verrückt oder sagen wir besser manchen Leuten ist nicht klar, wie viel Know-how und Ressourcen benötigt werden, um alle Punkte im Design inhaltlich und rechtlichen Sinne abzuarbeiten. Von Lizenzen, die für manche Komponenten, Plug-ins oder Inhouse-Entwicklungen zu zahlen sind, ganz zu schweigen.

Eine Webseite, deren Preis für die Erstellung mit 500,- Euro im Kopf eines angehenden Betreibers ist, ist haltlos und für keinen seriösen UnternehmerIn möglich, außer der wirtschaftliche Faktor wird vollkommen aus den Augen gelassen.

Ich höre schon die Baukastenfanatiker wie Wix und Co!

Ja, es gibt Wix und Co und Webseiten um 5,50 Euro im Monat, das hat nichts mit Design oder einer gut performenden, optimierten Webseite zu tun. Die Baukastensysteme sind schnell an Ihren Grenzen angelangt sobald es mit extra Wünschen des Auftraggebers beginnt.

Peter Baumgartner 16.11.2022